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Marie Als die Welt noch voll war mit Drachen und Magie da gab es eine junge Magd, das war die Marie Sie lebte auf dem Königsschloß in des Königs Königreich sie putzte, kochte, dienerte und jeder Tag war gleich doch eines Nachts da hörte sie so lieblich und so warm eine wunderschöne Stimme, die anhob zu Gesang sie blickte aus dem Kellerfenster, sah ihn vor sich steh'n ein Minnesänger sang für sie, es war um sie gescheh'n      Holde Blume mein, ich bitt um einen Tanz      um deine Hand, zeig mir dein Gesicht      ich gebe Kund, von Sehnsucht aufgezehrt      dass ich nicht leben kann ohne dich Sie ging zur Wasserschüssel, wusch den Schmutz von ihrer Haut sie kämmte sich die Haare, bald wär sie seine Braut der König gab am nächsten Tag ein großes Fest bekannt da erschien sie nicht zur Arbeit, sie sagte, sie sei krank doch stattdessen schlüpfte sie in ihr einzig Kleid erschien am abend auf dem Ball, die Schönste weit und breit der Barde saß am Königstisch, er war es ganz gewiß sie fasste sich ein Herz, ging hin, bevor sie die Mut verließ Als Marie den Irrtum erkannte, war's vertan der Barde war ein Prinz, hielt um die Hand der Königstochter an der König rief die Wachen und befahl: Jetzt sperrt sie ein an meiner Tochter Hochzeitstag darf sowas nicht sein Die Wachen schleppten die Marie ins kalte Turmverlies dort hörte sie Musik, die der Wind zu ihr hin blies ihre Lippen zitterten, ihr Körper wurde schwer ihr Herz fiel in ein tiefes Loch, ihr Kopf wurde ganz leer      Holde Blume mein, ich bitt um einen Tanz      um deine Hand, zeig mir dein Gesicht      Dies ist der Abend, der dir und mir gehört      in deinem Glanz verblasst jedes Licht      Ich gebe Kund, von Sehnsucht aufgezehrt      dass ich nicht leben kann ohne dich Am nächsten Morgen war Marie nicht mehr im Turmverlies Sie fanden einen Teil im Innenhof, der andre war im Paradies
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